Jugendwanderheim – Füllmenbacher Hof – Tag der offenen Tür

Jugendwanderheim – Füllmenbacher Hof – Tag der offenen Tür
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Der Füllmenbacher Hof

Vor genau 65 Jahren titelte eine lokale Zeitung: „Einsame Siedlungen im dichten Wald des Strombergs“ und berichtete vom Erlebnis eines Wanderers auf dem Weg durch die Landschaft des Stromberges hin zur Rodungsinsel Füllmenbacher Hof. Tatsächlich, wenn in früher Stunde, bei Stille und winterlicher Stimmung, die schneebedeckten Baumäste, wie ein kirchliches Gewölbe erscheinen und das Wild aufgeschreckt das Weite sucht, „spürt der nachdenkliche Wanderer etwas von der Schönheit und Vergänglichkeit in Natur und Menschenwerk und ist aufnahmebereit auch für den besonderen Reiz dieser einsamen Siedlung“, so der Artikel weiter.

Die Geburtsstunde der Hofanlage selbst ist nicht eindeutig dargelegt. Dennoch findet sie 1085 ihre erste geschichtliche Erwähnung im Reichenbacher Schenkungsbuch. „Eine adlige und tüchtige Frau namens Beatrix“ übereignete das damals verfallene Gehöft „Vilmodebach“ der Kirche. Mit Urkunde des Speyerer Bischof Günther von Henneberg ging anschließend der Füllmenbacher Hof 1152 in das Eigentum des nahe gelegenen Zisterzienserkloster Maulbronn über (Gründung 1147; seit 1993 UNESCO-Welterbe) und wurde ökonomisch derart wichtig, dass er 1156 in einem Dokument von Kaiser Friedrich I erwähnt wurde.

Über Jahrhunderte verwandelten die planenden Zisterziensermönche die Einöde in einem fruchtbaren Klosterhof samt 62 Hektar Ackerflächen, Viehherde, Weinstöcke und ertragsreiche Fischzucht. Der damals am Streitenbach (noch Füllmenbach-Fluß genannt) durch die Laien ausgehobener See ist längst zugeschüttet und die Flächen rings um in privater Hand. Die Nachfahren mancher damaligen Einwohner leben aber heute noch Vorort, und dies seit fast 190 Jahren.

Trotz wechselvoller Jahre, behielt die Rodungsinsel und der anschließende Wald ihre Anziehung. Wie einst kommt im Winter das Wild nah an die Häuser und der Jäger zur Treibjagd in den Wald. Nur das traditionelle Ende mit dem „letzten Trieb“ im Gasthof Stöhrer findet nicht mehr statt. Der Besen hat schon seit Jahrzehnten seine Pforte geschlossen, wenngleich sich heute noch einige Durchwanderer an diese Einkehrmöglichkeit erinnern.

Neue Wohnhäuser, Ställe und Gärten sind entstanden. Und sogar das Internet via Funkmast eröffnet dem Füllmenbacher Hof ein Fenster in die Welt. Gleichzeitig erfreut sich der Hof immer mehr Beliebt- und Bekanntheit. Zahlreiche Wanderer sowie Naturfreunde schätzen den Ort für seine Ruhe und Beschaulichkeit und werfen gerne einen interessierten Blick „über den Zaun“ in die gepflegten Gärten, ehe sie den unter Naturschutz stehenden Hofberg hinauf wandern.

Quelle Unsere Heimat -OG Sternenfels

Wanderheim Füllmenbacher Hof   –  Allgemeines

 

Die vier Jugendhäuser Füllmenbacher Hof gingen aus einer Waldarbeitersiedlung hervor, von der ein Haus 1968 dem Schwäbischen Albverein als Jugendwanderheim zur Nutzung überlassen wurde. Das gemütlich eingerichtete Wanderheim liegt in einem abgeschiedenen Tal an einem Weiher, rings von Wald und Wiesen umgeben. Etwas westlich vom Wanderheim treffen die drei Strombergzüge zusammen. Der Naturpark Stromberg-Heuchelberg ist vorwiegend ein Laubwaldgebiet mit Wiesentälern und Weinbergen. Die nähere und weitere Umgebung bietet vielseitige Wandermöglichkeiten. Familien, Kinder und Jugendliche werden sich hier wohl fühlen.